Splitterschutzzelle am alten Stadthafen Lünen-Süd
Bei einem kleinen Sonntagsspaziergang am alten Stadthafen in Lünen-Süd (Ruhrgebiet) stolperten wir direkt am Eingang des Hafengeländes über dieses Schild.
Unser Fachwissen und unsere Kenntnisse in Bezug auf Geländeformationen ließen uns beide laut rufen: “Hier lang!”
Oder war es doch nur Intuition oder gar nur Glück?
Egal...
Wir entdeckten auf jeden Fall direkt am Rand des Weges eine Splitterschutzzelle, einen so genannten Einmannbunker.
Diese auch Kleinstbunker genannten Objekte kennt Ihr ja schon aus dem Bereich des Bahnhofs Münster Zentrum Nord.
Noch kleiner als der Einmannbunker in Münster, bot diese Splitterschutzzelle dem Insassen lediglich die Möglichkeit zu hocken.
Zu zweit hätte man in diesen Bunker erst gar nicht reingepasst.
Das Bild zeigt die Rückseite des Kleinstbunkers.

Oben links: Die hier gezeigte Splitterschutzzelle war transportabel. davon zeugt der Haken auf dem First des Bunkers.
Oben rechts: Das Bild zeigt im unteren Drittel eine der vier Beobachtungsscharten, in der Mitte Kalkausblühungen und im oberen Drittel die Klammervorrichtung, mit der die Segmente des Bunkers zusammengehalten werden.
Wir begeben uns nun ins Innere der Großflächig angelegten Luftschutzanlage ;-)
Ein Blick aus einer der Scharten
Nachdem wir (nacheinander) das Innere des Bunkers erkundet hatten, und wegen Platzmangel der Tausch von Taschenlampe gegen Fotoapparat vollzogen war (beides passt nicht!), haben wir noch ein Bild des Kuppeldachs aufgenommen, das wir Euch nicht vorenthalten möchten.
Auch hier wieder zu erkennen:
die Kalkausblühungen.
Jeder noch so kleine Bunker ist eine Exkursion wert!
Natürlich besuchen wir lieber Hochbunker oder andere ähnlich große Objekte, aber auch diese kleinen Objekte haben ihren Reiz, auch sie sind ein Relikt vergangener Zeiten, die zur Erinnerung mahnen!
Dezember 2003
