Auf dieser Seite wollen wir Euch den Regelbau 10 näher bringen. Hier anhand der beiden im Buhlert vertretenen Westwallbunker 131 und 132. Der Regelbau 10 ist der am häufigsten ausgeführte Regelbau im Westwall.
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Im angehängten Kampfraum:
Aussicht aus der MG-Scharte des Bunkers 131 im Buhlert. Von hier aus konnte das gesamte Kampfareal überblickt werden.


Die folgenden beiden Bilder zeigen den MG-Sockel im angehängten Kampfraum. Oben in Bunker 131, unten in Bunker 132.

“Licht machen nur bei geschlossener Scharte” - so lautete der Befehl, der auch noch heute im Kampfraum des Bunkers 132 zu lesen ist.

Die hinter der Scharte gelegene Wand wurde mit der gleichen Farbe angestrichen wie das Äußere der Bunker im Westwall. Durch die geöffnete Scharte wäre die ansonsten weiße Rückwand zu leicht gesehen worden.

Hier sieht man die Eingangsverwinkelung zum angehängten Kampfraum. Die Gewehrscharte diente zur Verteidigung des Eingangsbereiches (hier Bunker 132), die Farbe erfüllte den gleichen Zweck wie in Nr. 4.

Im Bereitschaftsraum:
Die Beschriftung des demontierten Kabelrohres aus Bunker 132 ist noch vorhanden. Durch dieses Rohr war das Festungskabelnetz vor äußeren Einwirkungen geschützt.



Diese drei Bilder zeigen die Beschriftungen am nicht mehr vorhandenen Ofen in Bunker 132.
“Rauchentwicklung bei Tage vermeiden” und
“Feststellschrauben anziehen”
Das Bild rechts zeigt im oberen Teil Nr. 8 - Das Rauchrohr

Am Rauchrohr im Bunker 132 sind die Beschriftungsreste noch zu erahnen.


Die beiden Bilder zeigen den heute verschütteten Notausgang des Bunkers Nr. 132.
Auf dem rechten Bild sieht man oben rechts in der Ecke das Belüftungsrohr (Nr. 10), oben links in der Ecke das Rauchrohr (Nr. 8), und darunter die Beschriftungen am Ofen (Nr. 7).

Die Nr. 10 zeigt das Lüftungsrohr im Regelbau Nr. 10 mit der fortlaufenden Nr. 132.
Die Beschriftung ist kaum noch zu erkennen.


Die MG-Scharte des Bunkers 132 von außen. An der Wand sieht man die grüne Farbe, die den Bunker tarnen sollte. Diese ist im Laufe der Jahre stark verblasst, blättert an mehreren Stellen ab.
Am Bunker 131 finden sich heute fast gar keine Spuren vom Tarnanstrich mehr, dafür hat sich eine Kiefer über, unter und neben dem angehängten Kampfraum mit der MG-Scharte breitgemacht.


Das obere Bild zeigt die flankierende Gewehrscharte am Kampfbunker 131 im Westwall, das untere Bild die Scharte am Bunker 132. Im unteren Bild kann man die obere Kante des Bunkers zum Innenhof erkennen. Hier wird deutlich, wie dieser Westwallbunker in das Landschaftsbild der Eifel eingepasst worden ist.

Das Bild zeigt den linken, zur Gasschleuse führenden, Eingang des Bunkers 132. Man erkennt noch die Aufhängungen für die Panzertür.
Rechts im Bild die Scharte, die die Eingänge flankierend schützen sollte.
Mittig (13a) sieht man zwei der Lufthutzen, die der Belüftung und Entlüftung der Bunker dienten.
Die linke Hutze ist das untere Ende des Kamins, in den weiter oben horizontal das Rauchrohr einmündet.
Der kleine Panzerrost in der Scharte ist die Abluftöffnung. Auch hier wurden Standardbauteile verwendet, die bei jedem Westwallbunker und Atlantikwallbunker gleich sind.

Der Höhenversatz zwischen dem rechten zur Gasschleuse führenden Eingang und dem Eingang zum angehängten Kampfraum wird bei diesem Bild von Westwallbunker 132 besonders deutlich.
Links neben dem Eingang eine der Zuluftöffnungen.

Ebenfalls am Beispiel von Bunker 132 erkennt man gut, wie eng der Durchschlupf in den Kampfraum ist. Feinde konnten, wenn überhaupt nur kriechend den Gang betreten. Sie hätten gegen die Gewehrscharte (siehe Nr. 5) keine wirkliche Chance gehabt.

Der Notausgang von Bunker 132 von außen. Ein Deckel sorgt dafür, dass er von oben nicht so leicht zu sehen ist. Im Innern wurde der Notausgang mit Sand gefüllt, so dass durch Handgranaten keine Gefahr bestand. Von innen wäre der Sand leicht von den Soldaten wegzuräumen gewesen. Von oben, durch den Schacht kommend, war dies nicht möglich.
Fotos aus April 2004
[Grundriss aus: “Der Westwall von Kleve bis Basel”
Auf den Spuren deutscher Geschichte; ISBN: 3-7909-0754-5; 2002]

Zuluftöffnungen (nicht klickbar)
